Verstehen des Kontextes
In Kapitel 4.1 der ISO 9001 werden interne und externe Themen behandelt, die sich auf die strategische Ausrichtung und die Leistungsfähigkeit der Organisation auswirken. Seit 2024 wird hierbei explizit auch der Klimawandel als externes Thema in den Fokus gerückt. Haben viele Unternehmen diesen Aspekt eher als „betrifft uns nicht“ abgetan, sehen wir bei den aktuellen Hitzeperioden, welche Einschränkungen Unternehmen erfahren.
Angemessene Reflexion
Nutzen Sie gerade die aktuellen Hitzeereignisse, um noch einmal zu hinterfragen, ob der Klimawandel positive oder negative Auswirkungen auf Ihre Organisation hat. Wir sehen beispielsweise, dass in Gesundheitseinrichtungen ohne Klimaanlagen das Risiko für Patienten deutlich steigt.
Mitarbeiter nicht leistungsfähig
Doch nicht nur für Kunden ist die Hitzeperiode eine Belastung. Die Leistungsfähigkeit und Motivation von Mitarbeitern nehmen mit jedem Grad Hitze ab. Hier reicht es daher nicht, Wasser bereitzustellen und die Bekleidungsregeln zu lockern. Bereits ab 35 Grad ist ein Raum ohne weitere Schutzmaßnahmen nicht mehr als Arbeitsraum geeignet.
Aktionen erforderlich
Ein möglicher Umgang mit diesem Thema ist die Erstellung eines betrieblichen Hitzeplans oder Hitzekonzepts. Darin werden geregelt:
- Temperaturgrenzen
- Verantwortlichkeiten
- Trinkwasserregelungen
- angepasste Arbeitszeiten und
- besondere Schutzmaßnahmen für Gefährdete
Auch Qualität gefährdet
Nicht nur die Qualität der Arbeit, sondern auch die von Produkten ist bei extrem hohen Temperaturen gefährdet. Neben einer Verschlechterung der Prozessfähigkeit kommt es vermehrt zu Anlagenausfällen. Daher wird es höchste Zeit, sich mit dem Thema Klimawandel strukturiert auseinanderzusetzen.