Gliederung bleibt im Wesentlichen unverändert
Das offizielle Inhaltsverzeichnis, verglichen mit der Norm von 2018, zeigt im Grunde keine wesentlichen Änderungen. Allerdings werden nun die bisherigen Auditprinzipien in Kapitel 4 mit einzelnen Unterkapiteln abgebildet, ebenso der Anhang A. Ansonsten wurden redaktionelle Änderungen durchgeführt und die Norm sprachlich verbessert.
Inhalt wird um den Begriff Remote-Audit ergänzt
In Kapitel 3 der neuen Leitlinie findet sich nun unter Punkt 3.4 die Remote-Audit-Methode mit drei Anmerkungen. In der Vorgängerversion wurden diese als Fernaudits bezeichnet. Die Quelle dieser Änderungen ist die Akkreditierungsnorm ISO/IEC TS 17012:2024 (Konformitätsbewertung – Leitlinien für die Nutzung von Remote-Audit-Methoden beim Auditieren von Managementsystemen). Als Remote-Audit wird hier die Methode zur Durchführung von Audittätigkeiten von jedem Ort aus beschrieben, der nicht dem Standort der zu auditierenden Organisation entspricht. Anmerkung 1 berücksichtigt eine Kombination mit Vor-Ort-Methoden, um ein vollständiges und effektives Audit zu erreichen. Die Nutzung von Remote-Audit-Methoden wird im Anhang unter A.16 deutlich ausführlicher und vor allem verständlicher dargestellt. Hierauf gehen wir an gesonderter Stelle ein.